«Auti Liebi»

«Auti Liebi»: So heisst die neue Single der beiden Bärner Giele Trumpf. Nach «Gar nid gmerkt» blicken sie im Leben zurück – und in der Kariere vorwärts.

Mit den Jahren kriegen Erinnerungen im Leben einen immer grösseren Stellenwert. Wenn einem dann plötzlich das «Schuelschätzeli» gegenüber steht, kann einen das schon aus der Bahn werfen. Schwelgen in Erinnerungen an eine Zeit, in der man unzertrenn- und vor allem unbesiegbar war, Erlebtes austauschen – und merken: «Auti Liebi roschtet nie. Üsi Gschicht, die blibt für gäng bi dir u mir!» Mit ihrer zweiten Single erzählen die beiden Bärner Giele Trumpf eine von diesen Geschichten, in denen sich so viele wieder finden können.

Trumpf, das sind Pesche und Röschu. Die beiden haben ihr Herz schon früh an die Musik verloren. Auch nach Jahrzehnten in verschiedenen Bands und ungezählten Liveshows stehen sie mit beiden Füssen fest am Boden. So, wie die Leute eben sind, die am Fusse der mächtigen Stockhorn-Kette leben, welche den markanten Einstieg in die imposanten Berner Alpen markiert.

Mit ihrem eingängigen Mundartrock verwirklichen sich Peter Friedli und Roger Neuenschwander alias Trumpf nun einen Traum, den sie schon lange gehegt haben: Ein eigenes Album mit eigenen Mundartsongs. Mit TJ Gyger und seinem Team in den H2U-Studios haben sie in Thun genau die richtige Produktionscrew für ihr Vorhaben gefunden. Zusammen mit Gölä, Trauffer, DJ Bobo oder Oersch’s die Dritten sind Gyger und Co. DIE Experten, wenn es darum geht, Pop und Schlager zu fusionieren.

Mit «Auti Liebi» schicken Trumpf einen zweiten Vorboten für das Album-Debut mit dem sinnigen Titel «Weisch no» an den Start. Pesche und Röschu schaffen es mit scheinbar spielender Leichtigkeit, den Blick zurück zu tun, ohne in Wehmut zu versinken – aber auch, ohne der Versuchung zu erliegen, die Vergangenheit im einem verklärten Blick zu betrachten, der alles Gewesene besser erscheinen lässt, als das Heutige. Im Gegenteil: Unaufgeregt, mit einem Augenzwinkern und musikalisch eingängig untermalt lassen sie ihre Geschichten Revue passieren.