Ja, das ist wirklich ein Ding, das neue Album des Philipp Fankhauser. Nicht, dass seine vorherigen siebzehn Alben stets frei von Überraschungen gewesen wären, aber jetzt kommts ziemlich dick! Zu behaupten, es sei grad „nur“ ein Bluesalbum, wäre zwar nicht falsch, aber auch nicht die ganze Wahrheit! Fankhauser und seine kongenialen Musiker schwingen mühelos zwischen Blues, Country, Gospel, R&B, Zydeco und französischem Chanson hin und her. Immer im Fankhauser-typischen Sound, mit einer gehörigen Portion Soul, beeindruckender Authentizität und einer Eigenständigkeit, welche hierzulande seinesgleichen sucht! Die sechs Mannen auf der Bühne zu hören und zu sehen, macht einfach nur Spass!

Es ist auch „ein Ding“, wie schnell sich Philipp Fankhauser von seiner lebensbedrohlichen Krankheit erholt hat. Von todkrank zu kerngesund in weniger als einem Jahr. „Meine Stammzelltransplantation liegt gefühlsmässig eine kleine Ewigkeit zurück!“, sagt Fankhauser. „Mir geht es hervorragend und ich konnte es kaum erwarten, das lange geplante und ersehnte Album in Angriff zu nehmen“.

SÜDFRANKREICH
Im August 2024 hat sich Philipp Fankhauser mit seinen fünf Musikern in ein Aufnahmestudio in Limoux, unweit von Carcassonne in Südfrankreich, zurückgezogen. Zusammen mit Hendrix Ackle, Richard Spooner, Andrew Tolman, Daniel Durrer und Flo Bauer, hat er unter der Ägide des Produzenten Kent Bruce (Chief engineer der Malaco Studios in Jackson, Mississippi), dreizehn Songperlen aufgenommen, welche die Erwartungen aller Beteiligten bei weitem übertroffen haben!

Philipp Fankhauser erzählt: “Auch aus zeitlichen Gründen – ich war ja eine Weile ausser Gefecht – haben wir das Experiment gewagt, praktisch unvorbereitet an dieses neue Album heranzugehen. Meine Musiker wussten wenig darüber, welche Songs mir vorschwebten, und so nahmen wir dann auch Song um Song auf. Ich erklärte ihnen meine Ideen, dann wurde der Song angespielt und, nach dem einen oder anderen Arrangement- Tipp der Musiker und des Produzenten, aufgenommen. So viele strahlende und durchwegs überraschte Gesichter habe ich selten erlebt! Was wir auch angefasst haben; jeder der insgesamt dreizehn Tracks ist eine Perle. Nun weiss ich natürlich, dass zu viel des Eigenlobes suspekt sein kann, aber mein Lob geht ja hauptsächlich an meine Musiker und an den Produzenten. Umso mehr, als dass ich auf „Ain’t That Something“ keinen Ton Gitarre gespielt habe und „lediglich“ den Gesang beigesteuert habe. Wieso keine Gitarre? Ich hatte schlicht keine Lust!“