Es gibt Musikstile, die lassen sich mit allem Möglichen mischen. Und es gibt den Blues – stolz und durchaus eifersüchtig. Diesem «Jealous Lover» widmet Pat Laemmle seine neue Single.

«Es gibt hier keinen Raum für zwei. Jemand muss raus hier.» Die Zeile aus Pat Laemmles Single «Jealous Lover» sagt mehr als 1000 Worte. Kräftig und energiegeladen, getragen von druckvollen Bläsern rollt die Nummer aus den Boxen. Pat, der seit Jahrzehnten im Geschäft ist und mit seiner Band The Blueschargers schon ein paar Alben am Start hat, weiss: Der Blues kann von einem Besitz ergreifen – und ein Leben lang nicht mehr loslassen. Und wehe, man blickt nach links oder nach rechts: Blues ist ein «Jealous Lover», eine eifersüchtige Liebhaberin.

«Jealous Lover» ist einer von zwölf Songs, die Pat Laemmle auf seinem ersten Solo-Album mit dem Titel «Born With The Blues» zusammengepackt hat. «Es gibt Menschen, denen ist der Blues in die Seele geschrieben, sie tragen ihn in ihren Genen», schreibt Pat im Booklet zum Album. Dass er selber einer von diesen Menschen ist, versteht sich von selber.

So hat sich Pat im Soundart-Studio von Produzent Marco Jencarelli (ex-Philipp Fankhauser etc.) durch all die Schattierungen gespielt, die den guten alten klassischen Chicago Blues so vielschichtig und zeitlos machen. Und es erstaunt nicht, dass ihn Cracks wie Richard Spooner und Andy Tolmann begleitet haben, die beide u.a. auch mit Philipp Fankhauser spielen – DEM Swiss Man für Classic (oder Classy?) Blues schlechthin.

«Jealous Lover» ist Teil eines unglaublich vielseitigen Werks, in welchem grosse Balladen genauso Raum finden, wie funkige Tunes. Und natürlich klassischer Chicago-Blues mit seinen charakteristischen Bläsersätzen. Und – das ist beim Blues nicht ausser acht zu lassen: In jedem der Songs steckt eine Geschichte. Weil guter Blues wachsen und gedeihen muss und nicht einfach so in kurzer Zeit aus dem Ärmel geschüttelt werden kann.