Album «Handgmacht»

Er ging aufs Ganze – und rannte gegen eine Wand: Adamo, einzig wahrer Örgeli-Rocker der Schweiz. Mit «Handgmacht» präsentiert er einen Zweitling, der nichts anbrennen lässt – und beweist den Mut für feine Zwischentöne.

«Ich wollte eine Produktion machen, die durch und durch Adamo ist. Es ist mir nicht gelungen», sagt Adamo rückblickend über sein erstes Solo-Album. Adamo Häller ist ein Mann, der Klartext dem gepflegten Wischiwaschi um Längen vorzieht. Aber Adamo ist auch einer dieser Menschen, die aus gemachten Erfahrungen immer wieder das Beste herausziehen können. Er versuchte Neues, verwarf, was nicht taugt, und pflegte, was sich bewährt. Mit der neuen Lockerheit kam die Sicherheit zurück – und damit die Inspiration für neue Songs.

«Handgmacht» ist keine Etikette. «Handgmacht» ist die Wurzel seines Wesens und Wirkens, die Essenz seines Seins. Schnörkellos und authentisch ist sein Sound, direkt und ungeschminkt. Ein «Burnout» muss nicht zwingend negativ besetzt sein; warum das «Dirndl» nicht nur Frauen verzückt, erklärt er im gleichnamigen Song. «Monika» räumt mit dem Klischee des heilen und hehren Paarungs-Verhaltens von Alpenländlern auf, während «Wahnsinn» dann doch durchblicken lässt, dass Adamos Herz durchaus weit oberhalb der Gürtelline schlägt. Überhaupt zeigt sich der harte Party-Hund in Songs wie «Flüge» oder «Mi Sonne» auf «Handgmacht» für Augenblicke zumindest durchaus auch handzahm – und beweist damit, dass er auch die feinen Zwischentöne beherrscht

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